HR 2020: Big Data in Human Resources

HR 2020: Big Data in Human Resources

Big Data ist längst kein Zukunftsphänomen mehr. Überall dort, wo Daten in großer Menge digital gesammelt und ausgewertet werden, greift der Term Big Data. Auch der HR-Bereich kommt da nicht drum herum.

Quantität braucht Qualität

Big Data in HRBei Big Data geht es jedoch nicht allein, um die große Anzahl der gesammelten Daten. Das wesentliche Nutzen haben Sie, wenn Ihnen eine rationalere und damit bessere Entscheidungsgrundlage in Echtzeit geliefert wird. Das normale Controlling schafft den damit verbundenen Umfang nicht mehr. Big-Data-Analyse wertet Daten sofort aus und bietet Handlungsempfehlungen an. Was bedeutet das nun für Human Resources?

People Analytics in HR

Human Resources haben in Unternehmen oft noch mit zwei Stellungen zu kämpfen: Sie verfügen über mehr Insights und Wissen über Mitarbeiter und deren Befinden, müssen sich jedoch stetig rechtfertigen und ihren Wert verteidigen. Das Big-Data-Verfahren „People Analytics“, bei dem Daten zu Bewerbern, deren Candidate Experience sowie zu Mitarbeitern vermehrt und detailliert erhoben werden, erhöhrt die Transparenz und verändert die Einblicke in den HR-Bereich. Die Leistungsfähigkeit von HR-Maßnahmen werden für alle Unternehmensbereiche deutlicher und die HR können, fundiert durch Daten-Ergebnisse, Forderungen stellen und Veränderungen einleiten.

Anwendungsgebiete in HR

Erste Ansätze für Big Data in HR sind in der Personalgewinnung zu finden. Daten, wie Persönlichkeit, Alter, Karriere, Wohnort, usw. sind hierbei interessant. Andernfalls können Big-Data-Anwendungen auch im Brand Management oder Talent Management eine wichtige Rolle spielen. Dabei helfen Daten z.B. bei der Mitarbeiterbindung oder der Auswahl von Nachfolgern. Außerdem kann Big Data dabei helfen die Führungsqualität zu verbessern und die Work-Life-Balance zu stärken.

Chancen und Risiken von Big Data

Chancen bieten Big Data ganz klar im Überblick. Big Data kommt mit einer enormen Komplexität an Daten. Analytics behalten alles im Blick und stellen gezielt Maßnahmen auf. Das erfordert selbstverständlich eine vollständige Digitalisierung des Unternehmens. Big Data geht jedoch nicht gänzlich ohne den Menschen. Diese Programme müssen schließlich irgendwo herkommen. Zudem ist es der Mensch, der am Ende aus den Ergebnissen eine Entscheidung fällt. Hier ist das Risiko hoch, dass wir uns zu sehr auf die Computer verlassen und den Kontext der Daten nicht mehr hinterfragen. Menschliches Verhalten und Einfühlungsvermögen sollten bei Big Data also nicht verloren gehen.

Fazit: Big Data bietet viele Vorteile und hohes Nutzen für jegliche Unternehmensbereiche, auch für Human Resources. Fakt ist jedoch, dass sich die gesamte Unternehmenskultur darauf einlassen muss, denn bei Daten sind immer Verantwortung und ein vertrauensvoller Umgang mit im Spiel. Dennoch wird mit Big Data eine höhere Arbeits- und Entscheidungsgeschwindigkeit möglich.

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Über Karin Beck-Sprotte

Karin Beck-Sprotte
Karin Beck-Sprotte berät mit ihrem Unternehmen„beck2you“ seit 2004 als Management Coach HR-Professionals. Mehr als 20 Jahre Erfahrung im HR-Business sind ihre Basis. Ihre Ausbildung als Management Coach hat sie an der Intercoaching AG mit einem Diplom absolviert. Ihre Kenntnisse frischt sie regelmäßig durch zahlreiche Fortbildungen auf.


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