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Wenn Vorgesetzte die Karottenstrategie nutzen

Zahlreiche Mandanten berichten mir im Coaching immer wieder, dass von Vorgesetzen teilweise über Jahre hinweg die sogenannte Karottenstrategie genutzt wird. Unter dem Begriff der Karottenstrategie versteht man, dass etwas in Aussicht gestellt wird, was sich jedoch niemals erfüllt.

Das Motiv für diese strategische Handlungsweise

ist, dass der Vorgesetzte auf diese Art und Weise versucht, die Leistungssteigerung kontinuierlich in seinem Sinne voran zu treiben. Die attraktive „Karotte“ die einem permanent vor die Nase gehalten wird, gilt es für viele leistungsorientierte Menschen mit aller Macht zu erreichen.

Von der Karotte zum Fliegenpilz

Während die Karotte im Allgemeinen als gesund eingestuft wird ist der Fliegenpilz giftig. Diese beiden Metaphern beschreiben aus meiner Sicht sehr gut, welche langfristigen Auswirkungen die Karottenstrategie hat. Ein Prozess der am Anfang ganz sicher gesundes Leistungs- und Motivationsverhalten erzeugen kann, wandelt sich mit der Zeit in einen giftigen Ergebnisprozess. Denn jeder Mensch der einer Karotte hinterher gelaufen ist, wird früher oder später zu einem giftigen „Gewächs“.

Leere Versprechungen

Ein Versprechen zu geben und dieses dann auch einzuhalten steht mit der eigenen Wertewelt – im Sinne von Zuverlässigkeit – im Zusammenhang. Es gibt Menschen die nach dem Motto: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ agieren. Wenn Sie einen Vorgesetzten haben der mit leeren Versprechungen Sie an der Nase herum führt gilt es zu Handeln.

Welche Top5 Handlungsoptionen haben Sie?

1. Vertrauen Sie nicht auf das gesprochene Wort. Erstellen Sie im Nachgang zu dem Gespräch die in Aussicht gestellten Optionen als schriftliches Protokoll. Lassen Sie sich die Inhalte des von Ihnen verfassten Protokolls von Ihrem Vorgesetzten schriftlich bestätigen.

2. Fragen Sie nach dem konkreten Termin, ab wann die in Aussicht gestellten Optionen wirksam sein werden?

3. Wiederholen Sie das von Ihrem Vorgesetzten gesagte in eigenen Worten. So können Sie erkennen, ob das gesagte auch so gemeint ist, wie Sie es verstanden haben.

4. Wenn Sie bereits erkannt haben, dass Ihr Vorgesetzter die Karottenstrategie einsetzt, dann sollten Sie weiterführende Gespräche mit einer dritten Person führen. Es muss ja nicht gleich der Betriebsrat sein, auch Kollegen/innen können exzellente Sparringspartner sein.

5. Signalisieren Sie Ihrem Vorgesetzten, dass für Sie ausschließlich Fakten relevant sind. Machen Sie deutlich, dass Sie sich über die aufgezeigten Optionen freuen, Sie jedoch daran interessiert sind zu wissen wie die Umsetzung des zu erreichenden Ziels erfolgt.

Sie wollen ein persönliches Coaching Gespräch zu diesem Themenschwerpunkt? Sehr gerne, Sie erreichen mich unter 0173 – 72 33 405.

Ihre, Karin Beck-Sprotte





Über Karin Beck-Sprotte

Karin Beck-Sprotte
Karin Beck-Sprotte berät mit ihrem Unternehmen„beck2you“ seit 2004 als Management Coach HR-Professionals. Mehr als 20 Jahre Erfahrung im HR-Business sind ihre Basis. Ihre Ausbildung als Management Coach hat sie an der Intercoaching AG mit einem Diplom absolviert. Ihre Kenntnisse frischt sie regelmäßig durch zahlreiche Fortbildungen auf.


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