Sinnfrage - eine Frage der Prioritäten

Sinnfrage – eine Frage der Prioritäten

Was ist mir im Leben wichtig? Stellen Sie sich den wirklich wichtigen Fragen des Lebens nicht erst, wenn die Krise schon da ist. Wer dauerhaft ein erfülltes Leben führen möchte, sollte sich die Sinnfrage stellen.

Sinnfrage nach Dringend und Wichtig

Sinnfrage

Es verdichtet sich das Gefühl: „Egal, wie sehr ich mich anstrenge, es fällt mir immer schwerer, allen Anforderungen gerecht zu werden, die meine Umwelt an mich stellt. Wenn ich im Beruf die geforderte Leistung bringe, kommt mein Privatleben zu kurz. Ich kann noch so gut mit meiner Zeit haushalten, es bleiben die Dinge auf der Strecke, die wirklich wichtig sind.“

Denn das, was in unserem Leben wirklich wichtig ist, ist selten dringend. Es ist nie dringend, mit den Kindern zu spielen. Es wäre aber positiv für ihre Entwicklung. Es ist nie dringend, sich Zeit für ein Gespräch mit dem Partner zu nehmen. Es wäre aber wichtig für die Beziehung. Es ist nie dringend, sich zu fragen: Welche Ziele habe ich in meinem Leben? Es wäre aber von Vorteil, um nicht in eine Sinnkrise zu geraten.

Sinnfrage nach dem Zweck

Vielen unter uns geht es ähnlich. Spätestens um die Mitte des Lebens kommt es häufig zu einer eigentlichen Sinnkrise, und es stellt sich ernsthaft die Sinnfrage des Lebens: Was hat das Ganze für einen Zweck?

Diese Krise ist zumeist bedingt durch Veränderungen in der persönlichen und sozialen Lebenssituation. Die Kinder sind aus dem Haus. Manche Eltern leiden darunter, dass niemand mehr durch tausend kleine Dinge beweist, dass sie gebraucht werden. Auch beruflich und gesellschaftlich werden sie von Jüngeren überrundet. Es stellt sich leicht ein Gefühl der Leere ein. Nun ist es notwendig, mit sich ins Reine zu kommen. Grenzen müssen neu gesteckt werden und für einen Neubeginn ist es nie zu spät. Sinnfindung und Selbstfindung sind die wesentlichen Leistungen, die der Mensch in seinem Leben zu erbringen hat.

„Das Leben hat nur einen Sinn, insofern wir ihm einen Sinn geben.“ (Herrmann Hesse)

In der Jugend stellt sich die Sinnfrage wohl unter einem anderen Gesichtspunkt als im Alter. Wer das ganze Leben noch vor sich sieht, der schaut voraus. Wer mit fünfzig und sechzig immer noch den gleichen Wertvorstellungen nachlebt wie in seiner Jugendzeit, der ist irgendwie ein Kind geblieben. Dabei wäre die Weisheit der große Vorteil des Alters gegenüber der jugendlichen Unerfahrenheit.

Sinnfrage nach dem Irgendwann

Irgendwann siehst du zum letzten Mal Schnee.
Irgendwann trinkst du den letzten Kaffee,
streichelst den Hund, tanzt durch den Saal,
alles, alles gibt’s ein letztes Mal.

Irgendwann heißt, es kann morgen geschehn
und dass wir uns heut‘ das letzte Mal sehn.
Drum, was du erlebst, erleb‘ es total,
denn alles, alles gibt’s ein letztes Mal. (Gerhard Schöne, 1992 „Die sieben Gaben“)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gerade jetzt zur Vorweihnachtszeit die Zeit besinnlich zu sein.

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Über Karin Beck-Sprotte

Karin Beck-Sprotte
Karin Beck-Sprotte berät mit ihrem Unternehmen„beck2you“ seit 2004 als Management Coach HR-Professionals. Mehr als 20 Jahre Erfahrung im HR-Business sind ihre Basis. Ihre Ausbildung als Management Coach hat sie an der Intercoaching AG mit einem Diplom absolviert. Ihre Kenntnisse frischt sie regelmäßig durch zahlreiche Fortbildungen auf.


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